Präambel ewg Vertrag

1984 führte eine Gruppe europäischer Abgeordneter unter dem Vorsitz des Italieners Altiero Spinelli im Parlament ein Projekt des Vertrags über die Europäische Union ein. Sie beabsichtigten, die Zustimmung zu einem neuen Vertrag zu erhalten, der den alten, der in Rom unterzeichnet wurde und einen großen Fortschritt in der europäischen Integration darstellte. Obwohl sie von den Regierungen nicht verabschiedet wurde, war das Verdienst der Pläne, dass sie die Debatte über die wichtigsten Fortschritte vorwegnahm, die in den 90er Jahren stattfinden würden. Der EWG-Vertrag bekräftigte in seiner Präambel, daß die Unterzeichnerstaaten « entschlossen sind, die Grundlagen für eine immer engere Union der Völker Europas zu legen ». Auf diese Weise bekräftigten die Mitgliedstaaten ausdrücklich das politische Ziel einer fortschreitenden politischen Integration. Die politische Instabilität, die bereits in Griechenland zu beobachten ist, nimmt in vielen Ländern zu, in Österreich, den Niederlanden, Finnland, Italien und natürlich Frankreich. Die Europäische Union hat zu den tiefen sozialen Ressentiments beigetragen, die genau die sezessionistischen Parteien nähren, die beabsichtigen, sie abzubauen. Die Antwort auf dieses Zerfallsrisiko muss mit dem Vertrag von Rom gleichgesetzt werden, dessen Präambel Werte und Horizonte festlegt. In dieser Hinsicht ist die Würdigung der Europäischen Kommission widersprüchlich: Das am 1.

März veröffentlichte Weißbuch über die Zukunft Europas befasst sich mit der Frage, was die Europäer gemeinsam tun wollen und wie sie es gemeinsam oder getrennt tun können. Aber zum ersten Mal seit sechzig Jahren expandiert die Union nicht, sondern schrumpft. Zum ersten Mal seit sechzig Jahren glauben die Europäer, dass ihre Kinder ein härteres Leben haben werden als sie. Zum ersten Mal seit sechzig Jahren wird die Demokratie auf dem Kontinent bedroht und, was diese Situation noch verschärft, von innen heraus. Die größte Gefahr für das europäische Aufbauwerk ist nicht die Krise: Sie ist Selbstgefälligkeit in Bezug auf die Krise. Frankreich, Westdeutschland, Italien, Belgien, Luxemburg und die Niederlande begannen mit den Verhandlungen über den Vertrag. Der EGKS-Vertrag wurde am 18. April 1951 in Paris unterzeichnet und trat am 24. Juli 1952 in Kraft.

Der Vertrag lief am 23. Juli 2002 aus, nach fünfzig Jahren, wie vorgesehen. Der Gemeinsame Markt wurde am 10. Februar 1953 für Kohle, Eisenerz und Schrott und am 1. Mai 1953 für Stahl eröffnet. Ein weiteres politisches Ziel war jedoch der Beitrag zum funktionalen Aufbau eines politischen Europas und ein Schritt hin zu einer engeren Einigung Europas. In der Präambel erklärten die Unterzeichner des Vertrags, « entschlossen zu sein, die Grundlagen für eine immer engere Union unter den Völkern Europas zu legen ».

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